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Für arbeits– und menschengerechte Anstellungsverhältnisse im österreichischen Bibliothekswesen

Eingebracht von „Unabhängige GewerkschafterInnen im Öffentlichen Dienst | www.ug-oegb.at/ugoed“ und „Arbeitskreis kritischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare | www.kribibi.at

Schon die Zuordnung in den Budgetposten zeigt die wenig menschenfreundliche Ausrichtung atypischer bzw. prekärer Dienstverhältnisse – die Gehälter werden nämlich nicht dem Personalbudget, sondern den Sachkosten zugeordnet. Menschen sind aber nun einmal keine Sachen!! Wir fordern daher die Umwandlung prekärer und atypischer Anstellungen in ordentliche Dienstverträge, sowohl im Bereich der wissenschaftlichen Bibliotheken als auch in den – wenigen – hauptberuflich geführten öffentlichen Büchereien!

Im Bereich der öffentlichen Büchereien arbeiten mehr als 80% der BibliothekarInnen ehrenamtlich und damit unbezahlt und ohne Versicherungsschutz oder Pensions-berechtigung. Diese Tatsache behindert das öffentliche Büchereiwesen an seiner dringend nötigen Entfaltung und bedeutet eine Geringschätzung der so arbeitenden KollegInnen. Wir fordern daher die sukzessive Umwandlung ehrenamtlicher in bezahlte Anstellungen, wenn die BibliothekarInnen dies wünschen!

Prekäre und atypische genauso wie ehrenamtliche Arbeitsverhältnisse sind nicht nur unfair gegenüber den betroffenen Menschen, sie behindern auch die Professionalität des Bibliothekswesens. Wir fordern daher – sowohl im Interesse unserer KollegInnen als auch der Bibliotheken – ein Umdenken der Politik und die Rückkehr zu Beschäftigungsformen, von denen Menschen abgesichert und anständig bezahlt ihren Lebenunterhalt bestreiten können!